Gute Vorsätze fürs Neue Jahr?

Ruediger Dahlke

Mit den guten Vorsätzen der Menschen vor Neujahr ließe sich die Welt retten. Schade nur, dass sie meist kaum den Januar überstehen. Warum nur klappt es trotz großer Bemühungen so schlecht mit der Umsetzung von Vorsätzen? Der einfache Grund: Ein Mangel an Kenntnis der Urprinzipien. Versuche, negatives Verhalten einfach durch positives zu ersetzen, mögen moralisch beeindrucken, sie sind jedoch zum Scheitern verurteilt. Wer sich vornimmt seine Wut zukünftig durch liebevolles Eingehen auf den Nächsten zu ersetzen, wird zwar alle Anerkennung dieser Welt ernten, allein es wird nicht funktionieren. Wut und Zorn gehören zum Archetyp der Aggression und liebevolle Sorge zu einem ganz anderen. Beide sind nicht durcheinander zu ersetzen. Das ursprüngliche Thema, hier die Aggression, kommt bei solchen Versuchen immer wieder durch. Im großen Maßstab haben wir das an den „Friedenspolitikern“ erlebt. Scheinbar wunderbar, wenn ein ehemals harter Krieger zum Friedensapostel mutiert, aber weder Itzhak Rabin noch Anwar el Sadat überlebten das lange. Ihr altes Thema, die Gewalt, holte die beiden Generäle ein. Die Mauserung vom Falken zur Friedenstaube ist schwer. Ein Prinzip wie das der Aggression einfach bei Seite zu schieben, kann nicht gelingen.

Das Prinzip hinter der Erscheinung

Aggression hat wie alle Urprinzipien seine positive und seine negative Seite. Erfolgreicher als der Versuch, ins Gegenteil zu wechseln, ist es, das Prinzip hinter dem Problem zu erkennen und dessen negative in seine positiven Aspekte zu wandeln. Der oftmals aggressive Mensch hätte mehr vom Neuen Jahr, wenn er sich um die positiven Seiten seiner Aggression kümmern würde. Statt zu schreien und zu toben, könnte er sich bewusst vornehmen, mutiger und entscheidungsfreudiger zu werden, könnte die heißen Eisen und Herausforderungen seines Lebens endlich offensiv in Angriff nehmen. Und anstelle seiner Süßigkeitenorgien könnte er liebevolle Einfühlung ins Auge fassen, denn die beiden gehören ihrerseits zum gleichen Urprinzip, nämlich dem der Venus.

Akademie Dahlke

Denken in Archetypen und Urprinzipien ist nicht so schwer zu verstehen und man kann es lernen. In der neu gegründeten „Akademie Dahlke“ lehren wir das Wissen um die Gesetzmäßigkeiten des Lebens und des Miteinanders. Es ist ein gemeinschaftliches Lernen, das sich immer an der persönlichen Entwicklung der einzelnen Person orientiert. Unter www.akademie.dahlke.at finden Sie weitere Informationen.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gutes Neues Jahr mit den für Sie richtigen und damit auch wirksamen Vorsätzen.

 

Ihr

Ruediger Dahlke

 

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